Zuhause in der Welt des Sports

„Get Movin’“ ist das Motto von Hervis Sports. Und in Bewegung ist auch die Logistik: Seit Sommer 2009 nutzt der österreichische  Sportartikelanbieter die Logistikkompetenz von Logwin. Vom Warehouse in Wien steuert der Dienstleister die regelmäßige Belieferung von über 150 Hervis-Filialen in Österreich und Osteuropa.

Laufen, Rad fahren, skaten oder klettern – der Trend zu sportlichen Aktivitäten hält an. Mit dem richtigen Equipment und dem passenden Outfit ist auch der Spaß garantiert. Die Fachhandelskette Hervis bietet Sportbegeisterten dafür eine riesige Angebotspalette: Sportartikel, Fitnessgeräte und Fahrräder genauso wie moderne Textilien, Schuhe und Accessoires. Über 50.000 verschiedene Produkte – Eigenmarken genauso wie ein breites Sortiment an Artikeln bekannter Markenhersteller – sind bei Hervis erhältlich. In Österreich und fünf weiteren Ländern zählt der Sportartikelanbieter zu den größten am Markt. 

Drehscheibe Wien

Damit das gesamte Warenangebot jederzeit in allen Hervis-Märkten verfügbar ist, setzt der Sportfachhändler auf eine flexible Logistik. Dabei wird zwischen den Prozessen für Eigen- und Fremdmarken unterschieden. Für Hervis-Eigenmarken betreibt Logwin seit Jahresbeginn ein Textil-Warehouse in Wien. Auf 3.500 Quadratmetern lagern hier jährlich rund 140.000 Kartons mit Sporttextilien, Schuhen und Accessoires.  

Logwin nimmt die Anlieferungen der Hervis-Lieferanten entgegen und lagert die Waren über das Warehouse-Management-System Inconso ein. Sobald die Bestelldaten der Hervis-Filialen vorliegen, übernimmt Logwin die filialgerechte Kommissionierung und den Versand zu den einzelnen Märkten. „Wir organisieren den Warenfluss für Hervis in zwei Varianten“, sagt Andreas Kerschner, Director Solutions Transport + Retail Networks International bei Logwin. „Eigenmarken laufen komplett über unser Zentrallager, Fremdmarken werden verstärkt per Cross Docking abgewickelt.“

Hin und weg per Cross Docking

In der Vergangenheit erfolgte die Anlieferung der Fremdmarken in den Hervis-Filialen direkt durch die Lieferanten. Jetzt hat Hervis in Zusammenarbeit mit Logwin begonnen, erste Lieferanten auf ein Cross Docking-Konzept umzustellen. Die Waren sind in Kartons oder auf Paletten vorkommissioniert, Logwin ordnet sie den einzelnen Filialen zu und kombiniert die Sendungen mit den regulären Filialzustellungen der Eigenmarken. Schon nach kurzem Zwischenstopp verlassen sie so das Warehouse und gehen in den nationalen und internationalen Versand. Der Vorteil:

Durch die Bündelung der Waren wird die Anzahl der Anlieferungen reduziert und damit das Filialpersonal entlastet. Deshalb sollen in Zukunft weitere Lieferanten in das Cross Docking-Konzept einbezogen werden. „Seit Projektbeginn bauen wir gemeinsam mit Hervis unser Cross Docking-Volumen mit unterschiedlichen Lieferanten laufend aus“, sagt Andreas Kerschner. „Bis Ende des Jahres peilen wir die Marke von mehr als 100.000 Kartons an.“ Die Distribution der Sporttextilien in Österreich, Kroatien, Rumänien, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn organisiert Logwin über sein Retail-Netz. Jede Hervis-Filiale wird einmal pro Woche beliefert. Auch Textil-Retouren oder Umlagerungen zwischen Hervis-Märkten und Hervis-Ländern, die sogenannten Querverschiebungen, sollen zukünftig über Logwin laufen.

Damit Räder nicht still stehen

Der zweite Leistungsschwerpunkt von Logwin liegt auf der Beschaffung von Fahrrädern und Fahrradzubehör für Hervis. Der Logistiker importiert die Räder aus Europa oder per Seefracht aus Fernost und bringt die Produkte nach Österreich. Über das eigens dafür eingerichtete Warehouse in Fürnitz im Süden Österreichs steuert Logwin die Lagerhaltung und die anschließende Auslieferung der Sportartikel.

Markus Augeneder, Hervis Sports

Während der Saison von Februar bis Juni gehen wöchentlich einige tausend Fahrräder, Zubehörteile und Fitnessgeräte von Fürnitz aus in den Versand – direkt zu Hervis-Märkten in Österreich sowie in dezentrale Läger der fünf osteuropäischen Hervis-Länder. Von dort erfolgt die landesweite Verteilung der Räder bis in die Verkaufsstellen. Im Jahr 2008 hatte Hervis seine Logistik auf den Prüfstand gestellt. Logwin konnte in der Ausschreibung als Textillogistik-Spezialist mit hoher Handelslogistik-Kompetenz punkten. „Dieses Know-how können wir in das Kundenprojekt mit Hervis einbringen – eine klare Win-Win-Situation“, sagt Andreas Kerschner. Räder und Großgeräte gehörten
ursprünglich nicht zum Auftragsvolumen. „Als wir kurzfristig einen neuen Logistiker für diesen Bereich suchten, sprang Logwin sofort ein und füllte die Lücke“, ergänzt Markus Augeneder, Director of Finance and Operations bei der HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H. Jetzt entwickelt Hervis in enger Zusammenarbeit mit Logwin das bestehende Logistikmodell kontinuierlich weiter.

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