Night and Day and Night and Day
Am Anfang war das (gedruckte) Wort – wer morgens Zeitung liest, startet gut informiert in den Tag. Damit Printprodukte druckfrisch bei den Lesern eintreffen, hat Logwin das „Sprinternetzwerk“ entwickelt.
Über Nacht bringen Kleintransporter Druckerzeugnisse und andere wichtige Dokumente zu ihren Zielorten. Doch der Logistiker verdiente seinen Namen nicht, würde er nicht stets nach Synergien suchen: Warum die Fahrzeuge nicht auch tagsüber nutzen? Zum Beispiel für die Same-Day-Auslieferung von Originalteilen an Autohäuser und Werkstätten? Das Sprinternetzwerk hat im Bereich Media Erfolgsgeschichte geschrieben. Wer morgens auf dem Bahnhof DIE WELT kauft oder im Flieger zum Handelsblatt greift, tut dies dank der Logistikleistung von Logwin. Basis für die flexible, zuverlässige Lieferung: eine ausgeklügelte Disposition, professionelle Kraftfahrer, Zugriff auf einen großen Fuhrpark mit modernen Fahrzeugen und elf Standorte deutschlandweit. Doch nicht nur Printprodukte und andere wichtige Dokumente müssen schnell und sicher ans Ziel kommen: Auch im Bereich Automotive ist die rasche Lieferung entscheidend. Warum? Schauen wir uns das doch mal genauer an …
Autos müssen fahren
Stefan Berger, Außendienstmitarbeiter eines Landmaschinenherstellers, reißt schon mal 2.500 Kilometer die Woche ab. Heute ist die Inspektion seines Firmenwagens fällig. Seinen BMW hat er für Punkt 8 Uhr in der Werkstatt angemeldet. Um 13 Uhr muss der Wagen wieder rollen – ab zum nächsten Kunden. 9.30 Uhr, Anruf des Kfz-Meisters: „Herr Berger, haben Sie den Riss in der Heckscheibe bemerkt?“ Eine Reparatur reiche da mit Sicherheit nicht mehr aus. Ob sie die Scheibe auswechseln sollen? „Haben Sie die Originalscheibe denn auf Lager?“ fragt Berger nach.
Nein, aber sie könnten sie besorgen, beruhigt der Meister. Und zwar innerhalb der nächsten drei Stunden, garantiert. Wie das? Schnelles Handeln ist im Automotive-Bereich nicht die Ausnahme, sondern die Regel. „Ein Auto, das steht, kostet Geld“, weiß Kai Albus, Head of Logistics Engineering | Warehousing Industrial bei Logwin. „Egal, ob es sich um einen Dienstwagen handelt oder um einen privaten Pkw, die schnelle Reparatur ist immer die effizienteste Lösung. Denn wenn zu den Werkstattkosten der Mietwagen dazukommt, kann es teuer werden.“ Herr Berger wird kein Ersatzfahrzeug brauchen. Sofort nach dem Telefonat bestellt der Kfz-Meister die neue Heckscheibe im BMW-Regionallager. Für die Auslieferung ist der Logistikdienstleister Logwin verantwortlich: Wenn der Sprinter um 10.45 Uhr zur nächsten Tour vom Hof rollt, ist das Originalteil schon mit an Bord. Diese Leistung von Logwin hat sogar einen eigenen Namen: „PartsDirect“.
Ein Beispiel: Originalteildistribution ab Berlin
Der Logistiker fährt ab Berlin 40 Touren für BMW. Start ist am Dealer Metro Distribution Center (DMDC) in der Naumburger Straße 4. In knapp 15 Minuten ist der Kleintransporter mit Originalteilen jeder Größe und Art beladen. Kleine Artikel sind in Kisten verpackt, alle Sendungen nach Empfänger sortiert.
Die Sprinter haben einen festen Touerenplan. Doch kein Fahrer dreht den Zündschlüssel, bevor er die aktuelle Liste sorgfältig durchgegangen ist. Denn Abweichungen durch kurzfristige Bestellungen wie die für Stefan Berger sind keine Seltenheit. Manchmal kommen auch weitere Empfänger dazu. Andere entfallen, wenn Stammkunden gerade komplett versorgt sind. Bis zu 15 Autohäuser und Werkstätten hat jeder Fahrer pro Tour angesteuert, bevor er wieder auf dem DMDC-Gelände Halt macht. Insgesamt starten die Sprinter von hier aus siebenmal; die erste Tour beginnt um 8.45 Uhr, die letzte um 14.45 Uhr. Je nach Bedarf werden einige Händler viermal täglich beliefert, andere zweimal, manche auch nur einmal. Dabei legen die Fahrer mitunter bis zu 450 Kilometer zurück. Logwin beschäftigt im Sprinternetzwerk ausschließlich Subunternehmer mit eigenen Fahrzeugen. Das gepflegte Äußere ist für Equipment und Personal gleichermaßen verbindlich. „Schließlich repräsentieren wir bei den Händlern unsere Kunden“, sagt Kai Albus. „Deshalb legen wir auch Wert auf Kontinuität: Mit den meisten Subunternehmern arbeiten wir schon viele Jahre zusammen. Der Vorteil ist nicht nur das Vertrauensverhältnis, sondern vor allem die Erfahrung – die Fahrer wissen, wie sie Staus am besten umfahren und wo sie die Lieferungen bei den jeweiligen Empfängern abstellen sollen.“ Tourenende ist zwischen 15 und 17 Uhr. Spätestens jetzt steht der letzte Sprinter startklar am vereinbarten Übernahmeort für den Nachteinsatz im Bereich Media.
Abends drucken, nachts bringen, morgens lesen
Hunderte von Kleintransportern holen im Auftrag von Logwin jeden Abend Printprodukte von Druckereien und Verlagen im ganzen Bundesgebiet ab. Dabei geht es zu wie beim Staffellauf: Die Fahrzeuge, die eben noch Druckerzeugnisse geholt und in einem der Logwin-Verteilzentren abgeliefert haben, starten kurz darauf wieder durch zu Bahnhöfen, Flughäfen, Presse-Grossisten und den Briefzentren der Post, um die Zeitungen anzuliefern. „In unseren Verteilzentren führen wir die Sendungen zusammen“, erläutert Lutz Westphal, Projektleiter in der Logwin-Funktionseinheit Transport and Retail Networks. „Die Empfänger erhalten ja Zeitungen und Zeitschriften von unterschiedlichen Verlagen und Druckereien. Aus den Lieferungen, die in unseren Logistikanlagen ankommen, stellen wir für jeden Adressaten die gewünschten Medien zusammen.“
Beispiel Neu Isenburg: 200 Fahrzeuge sind hier von 18 Uhr abends bis in die frühen Morgenstunden für Logwin-Kunden im Einsatz. Das Einzugsgebiet der Fahrer ist die Region Frankfurt/Main“, sagt Lutz Westphal. „An diesem großen Druckereistandort werden unter anderem die Frankfurter Rundschau, DIE WELT kompakt, Hürriyet und weitere Titel für das In- und Ausland gedruckt.“ Die Druck- und Verlagshäuser sind nur einen Katzensprung vom Logwin-Standort entfernt. Im Schnitt vergehen 15 Minuten, bis die Sprinter mit ihrer Fracht zurückkommen. Sobald die Sendungen zusammengestellt sind, beliefern die Fahrer zum Beispiel in Darmstadt zuerst die Bahnhofskioske, bevor in Langen das Presse-Grosso oder der Frankfurter Flughafen dran sind die vorgegebenen Zeitpläne entsprechen den individuellen Kunden wünschen. „Wenn die Läden morgens öffnen, muss die Zeitung da sein“, so Lutz Westphal. „Im Online-Zeitalter zählt Aktualität mehr denn je: Falls sich die Titelseite wegen neuester Nachrichten noch kurz vor Druck ändert, muss die Logistik mitziehen.“ Das Sprinternetzwerk von Logwin ist so flexibel, dass auch eilige oder kurzfristige Sendungen zuverlässig und schnell ankommen. Das Geheimnis liegt in diesem Fall nicht zuletzt in der Größe: Logwin verfügt bundesweit über so viele Fahrzeuge und Fahrer, dass immer und überall spontan reagiert werden kann.
SPRINTERNETZWERK – LEISTUNG UND SERVICES
- Feste und exklusive Touren nach Kundenwunsch
- Zentrale Fuhrparkdisposition für hohe Verfügbarkeit
- IT-Tools zur Planung, Überwachung und Auswertung der Touren; Reporting
- Kundennähe durch regionale Servicestellen
- 26 Standorte in Deutschland, Tschechien und Polen
- 200 Mitarbeiter
- Über 500 Sprinter-Fahrzeuge



