Cross Docking für Douglas:
Schönheit auf den Punkt gebracht
Zum Geburtstag der neue Duft von Chanel, zu Ostern eine Tagescreme von Shiseido und zu Weihnachten ein flauschiger Bademantel: Parfümerieartikel sind beliebte Geschenke für jeden Anlass. Wer sich inspirieren lassen möchte oder gezielt ein Beauty-Produkt sucht, ist bei Douglas genau richtig. Hinter den Kulissen des Schönheitstempels sorgt eine ausgefeilte Handelslogistik für den Warennachschub: Cross Docking.

- Anlieferung in einer Douglas-Filiale. Foto: Logwin
Renningen, rund 30 Kilometer westlich von Stuttgart. Im Cross Docking Center herrscht Hochbetrieb. Gerade treffen 600 Sendungen von 20 Douglas-Lieferanten aus aller Welt ein, die Lieferungen sind bereits nach Filialbestellungen gekennzeichnet. Die Logwin-Mitarbeiter nehmen die Pakete von den Paletten und versehen jedes einzelne mit dem Eingangsdatum. Dann buchen sie die Waren in das Lagerverwaltungssystem ein und gleichen sie mit der ursprünglichen Filialbestellung ab. Jetzt können die Lieferungen für die Douglas-Filialen zusammengestellt werden:
Die Logwin-Mitarbeiter holen dazu jeden einzelnen Artikel aus den Versandkartons und überprüfen die Waren auf Vollständigkeit und Unversehrtheit.
Value Added Services: Schnell und effizient
Dann kommen Scanner zum Einsatz. Blitzschnell lesen die Geräte die Barcodes ein– bis zu 2,5 Scans pro Sekunde. Im gleichen Tempo werfen die Drucker die entsprechenden Preislabel aus. Die tagesaktuellen Produktpreise sind in dem von Douglas betriebenen IT-System verfügbar. Sie richten sich nach dem Wareneingangsdatum in der Filiale. Auch die Rechnungsprüfung erfolgt IT gestützt: per elektronischem Datenaustausch mit den Lieferanten.
Gleich und gleich gesellt sich gern
Bestimmte Artikel erhalten zusätzlich ein Sicherheitsetikett. Im nächsten Schritt erfolgt die Verpackung in Mehrwegbehälter. „Dabei stellen wir sicher, dass die Behälter regalrein bestückt werden“, erläutert Dr. Stephan Freichel, Managing Director Solutions, Sales and Logistics Engineering, Logwin.

- Logwin-Mitarbeiter bei Douglas. Foto: Logwin
„Das heißt, wir sortieren die Produkte nach Warengruppen.“ Die Transportboxen enthalten also nur Herren- oder Damendüfte, Pflege- oder dekorative Kosmetik, Tester, Proben oder Accessoires. Vorteil für die Douglas-Mitarbeiter in den Filialen: Die Artikel sind regalfertig und können direkt eingeräumt werden – Auspacken, Auszeichnen und Sortieren entfallen.
Logwin hat das Cross Docking Center in Renningen Anfang dieses Jahres in Betrieb genommen. Zwei- bis fünfmal pro Woche beliefert der Logistikdienstleister die rund 80 Douglas-Geschäfte in der Region mit jeweils einer filialgerechten und regalreinen Sendung.
Duftes Konzept
Zum Vergleich: Ohne Cross Docking wären es mehrere Teillieferungen pro Liefertag. Dr. Michael Krings, Director Logistics and Organisation International, Parfümerie Douglas GmbH, ist vom Cross Docking überzeugt. „Dieses Konzept hat sich für uns bewährt. Einerseits entfallen kostenintensive Lagerflächen in den Filialen. Andererseits müssen sich unsere Mitarbeiter nicht mit der Warenaufbereitung aufhalten – sie können sich ganz auf die Kundenberatung konzentrieren.“


